Tagung: Demokratie & Gleichstellung unter Druck – Emanzipatorische Perspektiven und Strategien
Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten

Demokratie und Gleichstellung sehen sich zunehmend Herausforderungen durch Rechtsextremismus, Antifeminismus und gesellschaftliche Polarisierung ausgesetzt. Die Angriffe auf demokratische Grundwerte und emanzipatorische Errungenschaften zeigen sich dabei im Alltag, in unserer Arbeit, im zivilgesellschaftlichen Engagement und in der Wissenschaft. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein und das Bemühen darum, sich aktiv mit diesen Herausforderungen auseinanderzusetzen und Gegenstrategien zu entwickeln: Wie können wir Handlungsspielräume verteidigen, solidarische Praxen stärken und demokratische Räume neu gestalten?
Die zweitägige Fachtagung verbindet feministische, intersektionale und demokratietheoretische Perspektiven. In Vorträgen, Workshops und Fishbowl-Diskussionen werden Herausforderungen und Gegenstrategien diskutiert.
Den Flyer zur Tagung finden Sie hier.
Programm
Donnerstag, 18. Juni 2026
| 11.00 | Begrüßung und Einführung |
| 11.30 | Vortrag und Diskussion: Demokratie – Herausforderungen und Gefährdungen Clarissa Rudolph (OTH Regensburg) |
| 12.30 | Mittagspause |
| 13.30 | Workshop-Phase I WS 1: Postkoloniale, Schwarze Demokratie- und Lebenspraxis: Das Streben nach Sichtbarkeit und Anerkennung Mary Opio-Göres WS 2: Minderheitenstress verstehen – und damit umgehen Noa Kretschmer (Queeres Netzwerk) WS 3: Feindbild Gender – von Gleichstellung bis Lebensschutz (Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in Bayern) WS 4: „Gleichstellungsbeauftragte brauchen wir nicht, wir sind auch so stark!” – Antifeministische Praktiken von MINT-Wissenschaftlerinnen gegenüber ‘Frauenförderung’ Monique Ritter (Hochschule Landshut) & Bernadette Rohlf (Hochschule Zittau/Görlitz) |
| 15.00 | Kaffee-/Teepause |
| 15.30 | Input und Diskussionsrunde: Gesetze als Instrumente zur Förderung oder Verhinderung guter Gleichstellungsarbeit – am Beispiel des neuen Bayerischen Gleichstellungsgesetzes Andrea Rothe (München Klinik gGmbH) & Michael Knabel (Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz) |
| 16.15 | Fishbowl mit allen Referierenden des Tages |
| 17.30 | Pause |
| 18.00 | Abendessen |
| 19.00 | (K)ein Einzelfall – (k)ein Einzeltäter – (k)ein Gedenken? – Opfer rechter Gewalt in München und die Kämpfe um Erinnern Gabriele Fischer & Antonia Rode (Hochschule München) |
Freitag, 19. Juni 2026
| 09.00 | Vorträge: Demokratiegefährdung von Rechts Gleichstellungsarbeit und Gender Studies im Fokus der extremen Rechten: Herausforderungen und Gegenwehr in polarisierten Zeiten Jessica Hoyer & Clarissa Rudolph (RESAG/OTH Regensburg) Die Soziale Arbeit als umkämpftes Feld. Extrem rechte Einflussnahmen und demokratische Gegenstrategien – (Zwischen-)Ergebnisse eines Forschungsprojekts Matthias Lorenz & Renate Bitzan (RESAG/Technische Hochschule Nürnberg) |
| 11.00 | Pause |
| 11.30 | Workshop-Phase II: WS 5: „Bedroht zu werden gehört nicht zum Jobprofil“: Sicherheit – vor allem im digitalen Kontext (Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in Bayern) WS 6: Gleichstellungsarbeit in kleinen Kommunen: Antifeminismus und Gegenstrategien Christopher Fritzsche (Politikwissenschaftler und Doktorand an der Philipps-Universität Marburg) & Romy Stangl (Gleichstellungsbeauftragte Stadtverwaltung Haar) WS 7: Widerstandspotentiale in der Sozialen Arbeit – Erfahrungsbezogenes Wissen aus feministischen und rassismuskritischen Kontexten Meltem Kulaçatan (Internationale Hochschule, Nürnberg) WS 8: „Bei uns am Land werd hoid lieber oidane Manna bevorzugt“ – Politische Partizipation junger Frauen in ländlichen Räumen Barbara Thiessen (Universität Bielefeld) & Mina Mittertrainer (JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis) |
| 13.00 | Mittagspause |
| 14.00 | Vortrag Feministische Politiken der Sorge und des Lebens als Utopie und Notwendigkeit in Zeiten der politischen Kipppunkte Gundula Ludwig (Universität Innsbruck) |
| 15.00 | Abschluss |
| 15.30 | Ende der Tagung |
Das Wichtigste im Überblick
Ort
Die Tagung findet in München, Nähe Hauptbahnhof, statt. Die Adresse erhalten Sie nach Eingang Ihrer Anmeldung und des Zahlungseingangs der Teilnahmegebühr.
Teilnahmegebühren
80 €, ermäßigt 25 €
Darin enthalten ist die Verpflegung während der Tagung (auch Abendessen am ersten Abend), nicht aber eine Unterkunft.
Mit der Anmeldebestätigung erhalten Sie die Kontoverbindung, an die Sie bitte die Gebühr entrichten. Ermäßigung erhalten Auszubildende, Schüler*innen, Studierende und Erwerbslose.
Anmeldung
https://www.th-nuernberg.de/formulare/anmeldung-demokratie-unter-druck/
Anmeldeschluss ist der 31.05.2026.
Kontakt
Tagungsteam c/o Frauenakademie München e.V., Baaderstr. 3, 80469 München.
Tel. 089/7211881, info@frauenakademie.de
Einlassvorbehalt
Die Veranstaltenden sehen sich demokratischen Werten verpflichtet. Die Abwertung von Menschen, beispielsweise aufgrund von Herkunft, Geschlecht, Glauben oder sexueller Orientierung wird in dieser Veranstaltung nicht geduldet. Personen, die rechtsextremen Parteien oder Gruppierungen angehören, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, antifeministische, verschwörungsideologische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind bzw. durch solche Äußerungen stören, werden von der Veranstaltung entschädigungslos ausgeschlossen.
