Rechtsextreme Einflussnahmen und
Gegenstrategien –
Die Bereiche der Sozialen Arbeit und der Geschlechtergleichstellung (RESAG)

Die Soziale Arbeit und die Geschlechtergleichstellung fördern auf je spezifische Weise Demokratie und Menschenrechte. Gleichzeitig stellen sie gesellschaftliche Arenen dar, welche für die extreme Rechte auf unterschiedliche Art von besonderer Relevanz sind bei ihren Versuchen eine „kulturelle Hegemonie“ zu erringen.

Vor diesem Hintergrund untersucht das Projekt extrem rechte Einflussnahmen auf die Bereiche des Studiums und der Praxis der Sozialen Arbeit (TP01a an der Technischen Hochschule Nürnberg) sowie der Gender Studies und der (kommunalen und hochschulischen) Geschlechtergleichstellungsarbeit (TP01b an der OTH Regensburg). Ziel ist es, herauszuarbeiten, mit welchen rechtsextremen Einstellungen und Handlungen die jeweiligen Akteur*innen in den beiden Feldern konkret konfrontiert sind und welche Handlungsoptionen sie im Hinblick auf Positionierung, gesellschaftliche Unterstützung und Gegenwehr haben. Methodisch und inhaltlich bezieht sich das Forschungsprojekt auf zwei Studien aus Nordrhein-Westfahlen (2019) und Mecklenburg-Vorpommern (2022), in welchen das Ausmaß und die Erscheinungsformen extrem rechter Einflussnahmen auf die Praxis der Sozialen Arbeit in diesen Bundesländern ausführlich dokumentiert und analysiert wurden. Das dort verwendete Forschungsdesign wird nun auf Bayern übertragen und um den Bereich der Geschlechtergleichstellung sowie die jeweiligen Qualifizierungsphasen an den Hochschulen erweitert. Dabei finden sowohl quantitative als auch qualitative Erhebungs- und Auswertungsphasen statt. Die Ergebnisse der Studien sind außerdem auch über Bayern hinaus von Interesse, denn die Erweiterungen schließen an bundesweit noch wenig beforschte Sachverhalte an.


Solidarität mit Prof. Dr. Christina Brüning, Universität Marburg

Die Marburger Historikerin Prof. Dr. Christina Brüning ist seit geraumer Zeit rechtsextremen und antisemitischen Anfeindungen und Morddrohungen ausgesetzt. ‚Gründe‘ dafür sind ihr Lehre und Forschung, in der sie sich mit Antisemitismus, Antifeminismus, Rassismus und Rechtsextremismus auseinandersetzt sowie ihr Engagement gegen extrem rechte Burschenschaften. Christina Brüning und einige ihrer Studierenden berichten auch von Anfeindungen in Seminaren, Äußerungen von völkischem Gedankengut und Einschüchterungen.

Unser Forschungsprojekt verurteilt diese Drohungen und Anfeindungen aufs Schärfste und spricht der Kollegin Brüning seine Solidarität aus. Wir fordern die Universität Marburg auf, Prof. Dr. Christina Brüning und ihr Team eindeutig und wirkungsvoll zu unterstützen. 

Aus unserer Forschung über rechtsextreme Einflussnahmen auf Gender Studies und Studiengänge der Sozialen Arbeit in Bayern wissen wir, dass die Angriffe kein Einzelfall sind. Umso wichtiger ist die uneingeschränkte Solidarität der Scientific Community in solchen Fällen, aber auch die Implementierung von Unterstützungsstrukturen in allen wissenschaftlichen Einrichtungen.


Am 18. und 19. Juni 2026 veranstaltete das Projekt die Tagung „Demokratie & Gleichstellung unter Druck – Emanzipatorische Perspektiven und Strategien“ in München ein. Nähere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie hier.

Teilprojekt 01a (Rechtsextreme Einflussnahmen auf Soziale Arbeit):

Prof. Dr. Renate Bitzan

Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Professur für Gesellschaftswissenschaften, Gender & Diversity

Fakultät Angewandte Mathematik, Physik und Allgemeinwissenschaften + Kompetenzzentrum Gender & Diversity

Matthias Lorenz

Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Persönliche Homepage

Dieu-An Tran

Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Fakultät Sozialwissenschaften + Kompetenzzentrum Gender & Diversity (Studentische Hilfskraft)

resag-sozarb@th-nuernberg.de

Assoziiertes Mitglied

Prof. Dr. Katrin Degen

Hochschule Esslingen

Professur für Soziale Arbeit im Kontext von Rechtsextremismus und politischer Bildung

Teilprojekt 01b (Rechtsextreme Einflussnahmen auf Gleichstellungsarbeit und Gender Studies):

Prof. Dr. Clarissa Rudolph

OTH Regensburg, Fakultät Sozial- und Gesundheitswissenschaften

Professur für Politikwissenschaft und Soziologie

clarissa.rudolph@oth-regensburg.de

Jessica Hoyer

OTH Regensburg, Fakultät Sozial- und Gesundheitswissenschaften

jessica.hoyer@oth-regensburg.de

Lea Englmann

OTH Regensburg, Fakultät Sozial- und Gesundheitswissenschaften (Studentische Hilfskraft)

Bei Fragen zum Projekt, wenden Sie sich an: resag-gs@oth-regensburg.de

Im Bild zu sehen: Prof. Dr. Clarissa Rudolph

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