Dethematisierung, Kriminalisierung, Entpolitisierung – Gesellschaftlicher Umgang mit rechtem Terror in München und Bayern?

26.03.2026 – 19 Uhr | Kulturladen Westend, Ligsalzstraße 44, 80339 München
Vortragende: Prof. Dr. Gabriele Fischer, Regula Selbmann, Antonia Rode

Der Vortrag diskutiert anhand einzelner Beispiele (u.a. rechtsterroristisches Oktoberfestattentat 1980, rechter und rassistischer Anschlag am OEZ 2016) und im Fallvergleich den (fehlenden) Umgang mit rechtem Terror in Bayern und München.

Welche Gemeinsamkeiten in der öffentlichen Auseinandersetzung mit den Taten und Versuche einer Dethematisierung lassen sich über die Jahrzehnte feststellen? Wer hat mit welchen Mitteln versucht, an die Taten zu erinnern, deren politische Motive zu benennen und damit Narrative von vermeintlichen „Einzeltätern“ infrage zu stellen? Wie wurde auf diese Versuche reagiert und welche staatlichen Reaktionsweisen gab es darauf?

Im Vortrag wird das Ringen um die Einordnung der Taten als politisch motiviert nachgezeichnet, Perspektiven von Überlebenden und Angehörigen beleuchtet und die Frage von einer Re-Politisierung der Auseinandersetzungen um Aufklärung und Erinnerung aufgeworfen.

Einlassvorbehalt

Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören oder der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder durch nationalistische, rassistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.

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