Antisemitismus

Mehr als ein Randphänomen: Antisemitismus in Deutschland

Seit dem Terrorangriff der Hamas am 07. Oktober 2023 zeigt sich Antisemitismus in Deutschland wieder besonders lautstark und offen. Doch waren antisemitische Deutungen und Übergriffe auch davor nicht verschwunden. Und auch wenn der Antisemitismus gerne an politischen Rändern verortet und vorrangig als rechtsextremes, linkes oder islamisches Phänomen wahrgenommen wird, so handelt es sich um ein gesamtgesellschaftliches Problem.
In ihrem Vortrag geht Dr. Elke Rajal der Frage nach, was Antisemitismus bedeutet und in welchen Formen er sich gegenwärtig in Deutschland zeigt. Dabei liegt ein ein besonderer Fokus auf antisemitischen Deutungsmustern in Krisenzeiten sowie auf der Rolle von Verschwörungsnarrativen bei der Erklärung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen.

Kurzbiographie
Dr. Elke Rajal ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Soziologie an der Universität Passau. Sie forscht aktuell zu antisemitischen Krisennarrativen und Verschwörungsmythen im Rahmen des Forschungsverbunds ForGeRex. Sie ist Autorin zahlreicher Veröffentlichungen. Zuletzt erschien ihre Dissertation mit dem Titel „Antisemitismus und Aufarbeitung. Zur Aktualität der postnazistischen Konstellation“ bei Nomos (2026).

Ein Überblick über Antisemitismus in der Türkei

Dieser Vortrag gibt einen Überblick über den Antisemitismus in der Türkischen Republik von den frühen republikanischen Jahren bis zur Gegenwart. Er skizziert die wichtigsten Themen in den verschiedenen ideologischen Strömungen, ihre Ursachen sowie die aktuelle Situation seit den Angriffen vom 7. Oktober 2023.

Kurzbiographie
Rıfat Bali ist ein unabhängiger Wissenschaftler. Er ist Absolvent der École Pratique des Hautes Études (EPHE) in Paris und assoziiertes Mitglied des Alberto-Benveniste-Zentrums für Sephardische Studien und die soziokulturelle Geschichte der Juden (École Pratique des Hautes Études/ CNRS/ Université Paris-Sorbonne). Er ist Träger des Alberto-Benveniste-Forschungspreises (Paris) 2009 für seine Publikationen zum türkischen Judentum sowie der Yunus-Nadi-Preise (İstanbul) 2005 und 2008 für Forschungen in den Sozialwissenschaften mit zwei seiner Bücher. Seine Publikationsliste ist abrufbar unter: www.rifatbali.com. Beruflich ist er Geschäftsführer von Libra Kitap in Istanbul, Türkei. Libra Kitap ist ein akademischer Verlag, der auf türkische und osmanische Studien spezialisiert ist, und ein Dienstleistungsunternehmen, das Bibliotheken und Wissenschaftler:innen im Ausland mit Monografien und Zeitschriften aus dem Bereich der osmanischen und türkischen Studien versorgt.

Einlassvorbehalt und Anmeldung

Zutritt nur unter Einlassvorbehalt und nach vorheriger Anmeldung!

Die Veranstaltenden behalten sich vor, die Teilnahme auf angemeldete Personen zu beschränken. Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist für jede Veranstaltung einzeln erforderlich. Bitte melden Sie sich mindestens 3 Tage vor den Veranstaltungen, die Sie interessieren, per E-Mail an: projekt-retra@oth-regensburg.de.
Nach Zusage durch die Veranstaltenden erhalten Sie per E-Mail eine Anmeldebestätigung sowie kurz vor der Veranstaltung den Zugangslink zur Videokonferenz

Inhaltlicher Hinweis

Diese Veranstaltungsreihe behandelt Themen wie Rassismus, politische Gewalt, Antisemitismus und Rechtsextremismus. Manche Inhalte können belastend sein.

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